Schloß Rattey - Mecklenburger Landwein

Geschichte der Weinbaurenaissance in Mecklenburg-Vorpommern

Der Mecklenburger Weinbau hat eine fast 800-jährige Tradition. Anfang des 13. Jh. brachten Zisterziensermönche den Weinbau nach Güstrow, Schwerin und Neukloster. Anfang des 16. Jh. begannen weltliche Fürsten mit dem Weinbau, so in Plau, Stargard und Neubrandenburg. Ein vorläufig letzter Anbau bei Crivitz fand erst vor knapp 150 Jahren sein Ende.

Im Jahr 1999 hat der Verein der Privatwinzer zu Rattey e.V. diese alte Tradition wieder aufgegriffen und zunächst 500 Rebstöcke vor dem Schloß gepflanzt.

In den Jahren 2000 und 2001 wurden die Rebflächen auf rund 7000 Rebstöcke erweitert. Grundlage des Weinbaus in Rattey bildete von 1999 bis 2004 zunächst die Kleinflächenregelung des Weingesetzes. Am 13. Februar 2004 stimmte der Bundesrat einer Änderung der Weingesetzgebung zu und ließ mit der 11. Verordnung zur Änderung der Weinverordnung das Weinanbaugebiet für Tafelwein in Mecklenburg-Vorpommern zu.

Blauer Wein vom Schloßhotel Rattey
Weinanbau in Mecklenburg-Vorpommern
Weiße Trauben der Ratteyer Weingärten

Das Gebiet "Stargarder Land" wurde in das Verzeichnis der Weinanbaugebiete aufgenommen und damit der Weinanbau an den Standorten Rattey und Burg Stargard offiziel legitimiert. Der Wein darf unter der Bezeichnung "Mecklenburger Landwein" vermarktet werden. Die Anbaufläche in Rattey ist strikt begrenzt auf 4,75 Hektar.

Nach einer mehrjährigen Versuchsphase gedeihen in Rattey nunmehr die Rotweinsorte Regent sowie die Weißweinsorten Phönix und Solaris. Die Sorten Cabernet Cortis und Rondo befinden sich noch in der experimentellen Phase. 

Der Ertrag von fast 20.000 Rebstöcken bildet die Grundlage für die Produktion des Mecklenburger Landweins aus Rattey.